freier Kitaplatz_01.09.21

 

Ganzheitliche Schulvorbereitung

 

 

                                                                                                                                                                                    Stand Januar 2018

 1. Schulvorbereitendes Lernen

Vorbereitung von Anfang an!

Die Vorbereitung auf die Schule beginnt mit der Aufnahme des Kindes in den Kindergarten und endet mit dem Eintritt in die Grundschule.

Schon ab dem ersten Tag wirken auf das Kind Lernprozesse ein, die es in seiner Entwicklung beeinflussen. Wir holen Ihr Kind da ab, wo es steht. Die Vorschularbeit bietet den Kindern einen geschützten und fördernden Lebensbereich, in dem sie ihre individuellen, sozialen, emotionalen, sprachlichen, kognitiven und motorischen Grundfähigkeiten  können.

Die Grundlage unsere Arbeit beruht auf dem Berliner Bildungsprogramm. Bildung ist ein aktiver, sinnlicher, sozialer und lustvoller Prozess. Eine gute Erzieher-Kind-Beziehung ist Voraussetzung für eine gelungene Arbeit, denn nur wenn die Kinder sich sicher, geborgen, verstanden, ernstgenommen, wertgeschätzt und wohl fühlen können sie aktiv am Tagesablauf teilnehmen. Sie lernen mit allen Sinnen und finden Dinge selbst heraus. Durch positive Erfahrungen im Zusammensein mit Gleichaltrigen und Bezugspersonen gewinnen die Kinder an emotionaler Sicherheit.

"Vorschule bedeutet nicht eine halbe Stunde Spezialkurs in der Woche  z.B. mit Schwungübungen, Vorschule beginnt schon bei den Kleinen und ganz nebenbei."

 

1.1.Ganzheitliches Lernen

Beim Morgenkreis zählen sich die Kinder und ermitteln, wie viele von ihnen fehlen. In der Mittagssituation decken sie den Tisch und stellen dabei fest wie viel Geschirr und Besteck benötigt wird. Bei Ausflügen werden die Straßenschilder, Häuser, Fenster usw. genau angeschaut. Wie viele sind eckig und wie viele rund? Ganz von selbst bekommen die Kinder ­so einen Begriff von Mengen und Zahlen. Die gesamte Kindergartenzeit ist Vorschule. Dazu gehört alles, was Kinder auf den nächsten Lebensabschnitt vorbereitet. Also Grundlegendes wie singen, frei sprechen, springen, laufen, klettern, malen, bauen und konstruieren. Aber auch zuhören, Regeln einhalten, anderen helfen, abwarten können, Streit aushalten und mit Rückschlägen umzugehen gehört dazu.

Die Vorschüler sollen neugierig und mutig werden!

 

1.1.1.Sozial-emotionaler Bereich

Die Kinder entwickeln die Fähigkeit, in und mit einer Gruppe gemeinsam zu handeln. Hierzu gehört Durchsetzungsvermögen, ebenso wie Anpassung in die Gruppe. Sie entwickeln Kritik- und Konfliktfähigkeit. Die Kinder lernen ihre eigene Person mit ihren Stärken und Schwächen kennen. Neue Freundschaften werden geknüpft, eigene Gefühle wahrgenommen und bei anderen erkannt. Sie lernen Einfühlsamkeit, Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme. Die Entwicklung von Selbstvertrauen und Selbständigkeit ist uns in der Kita besonders wichtig. Die Kinder lernen Regeln einzuhalten, Konflikte wahrzunehmen und Kompromisse einzugehen. Sie erfahren im Kindergartenalltag Grenzen und Konsequenzen und lernen diese auszuhalten.

1.1.2.Umwelt und Sacherfahrung

Durch das Schaffen einer anregenden Umwelt, fördern die Erzieherinnen vielfältige Sinneserfahrungen; gezielte Außenaktivitäten sowie Natur- und Umwelterfahrungen im Brosepark, im Wald und auf den umliegenden Spielplätzen finden täglich statt. Die Kinder lernen den Kiez besser kennen, finden Orientierungspunkte und ihr Umgebungsbewusstsein wird so geschult.

Monatliche Ausflüge z.B. in die Bibliothek, Verkehrsschule, Kindermuseum, Kindertheater, Einkaufen gehen, verbunden mit Verkehrserziehung und Wetterbeobachtungen gehören ebenso dazu wie das thematisieren und bearbeiten von Themen die den Alltag der Kinder betreffen z.B. Wut in meinem Bauch, Märchen und „Helden“.

Die Kinder haben grundlegende Kenntnisse über den Umgang mit Lebensmittel  und kennen sich mit gesunder Ernährung aus z.B. Kneipp und Lebensmittelpyramide.

1.1.3.Sprachlicher Bereich

Die Sprachförderung erfolgt durch vielseitige Gespräche mit den Kindern z.B. im Morgenkreis, in Gesprächen untereinander oder mit den Bezugspersonen, durch Versprachlichung von Handlungen und Konflikten sowie durch sprachliche Anregungen im Zusammenhang mit sozialen Erfahrungen. Das Sprechen über die eigene Person, über Gefühle und Wünsche, Spiele zum erkennen von Reimen und Anlauten, Silben segmentieren, Sprachgeschichten für die Mundmotorik, Klanggeschichten und Zungenbrecher usw. gehören täglich dazu. Dies fördert unter anderem die Kommunikation und die deutliche Aussprache. Durch verschiedene Angebote machen die Kinder Erfahrungen rund um die Erzähl-, Buch-, Bild-, und Schriftkultur. Diese wichtigen Litracy Erfahrung die sie sammeln sind für den Start in der Schule von großer Bedeutung.

1.1.4.Mathematisches Bereich

Die Kinder entwickeln die Fähigkeit Mengen zu erkennen, sie zuzuordnen und zu vergleichen. Längen, Breiten, Höhen und Tiefen prüfen und erfassen sie. Beim Experimentieren werden unterschiedliche Materialien nach ihren Eigenschaften geprüft, diese können dann von den Kindern zugeordnet und sortiert werden. Sie lernen Reihenfolgen zu erkennen und alltägliche Symbole zu verstehen. Geometrische Formen werden erkannt und im Alltag wieder gefunden. Durch gezielte Angebote fördern die Erzieherinnen die Neugier, das Interesse, die Begeisterungsfähigkeit und die Experimentierfreude der Kinder.

1.1.5.Bildnerisches Gestalten

Die Kindergartenkinder machen vielfältige Erfahrungen beim Malen, Schneiden, Kleben, Falten, Fädeln, Kneten und Experimentieren mit den verschiedenen Materialien. Sie probieren und lernen verschiedener Verfahren beim Malen, Zeichnen, Drucken und Bauen kennen (vielfältige Ausdrucksformen der kindlichen Phantasie). Ideenreichtum, Kreativität und die Feinmotorik werden gefördert. Die Erzieherinnen sensibilisieren die kindliche Wahrnehmung, das genaue Beobachten von Menschen, Tieren und der Natur und das Betrachten von Bildern werden angeregt.

1.1.6.Spiel und Bewegung

Die Erzieherinnen fördern und erhalten die Bewegungsfreude der Kinder. Dazu finden gezielte Bewegungsangebot z.B. Fang- und Laufspiele, einmal in der Woche drinnen wie auch draußen statt.  Körpererfahrungen werden durch Entspannungsübungen oder Bewegungsgeschichten gezielt angeregt. Besonders viel Wert legen wir auf die Freispielzeit der Kinder. Sie können sich über eine gewisse Zeit selber beschäftigen, sind kreativ, ideenreich und nutzen ihre Phantasie. In intensiven Rollenspielen, beim Verkleiden, Verwandlung in Tiere und „Helden“ ahmen sie Beobachtungen, Erfahrungen und Alltagssituationen nach.

1.1.7.Selbstständigkeit

Die Kinder verstehen kleine Aufträge und setzen diese um z.B. Tischdienst, jüngeren Kindern helfen. Sie übernehmen für  ihre Materialien Verantwortung und achten auf ihre Sachen (sortieren, aufräumen, zusammen halten, ordentlicher Umgang mit Materialien). Die Vorschüler sind Vorbild für die Jüngeren und unterstützen sie bei kleinen Aufgaben z.B. Betten legen, beim Spazieren gehen an die Hand nehmen und achtsam im Straßenverkehr sein. Dies stärkt sie in ihrem Selbstvertrauen  und ihre zukünftige Eigenverantwortlichkeit wird gefördert. Die Kinder lernen einen Knoten.

 

2.Pädagogische Zielsetzung im letzten Jahr vor Schuleintritt

  1. Den Kindern wird die Möglichkeit gegeben, sich mit unserer Kooperationsschule bekannt zu machen und somit die Voraussetzung für einen unbelasteten Schuleintritt zu schaffen.
  2. Bei den Kindern soll die Neugier und Freude für die Schulzeit geweckt beziehungsweise verstärkt werden.
  3. Die Kinder sollen bestmöglich auf den neuen Lebensabschnitt „Schule“ vorbereitet werden.

Einmal in der Woche findet ein gezieltes Angebot ca. 20-30 Minuten für die Vorschüler statt. Hier geht es um Experimentieren, Zahlen und Mengen, Ausdauer, Konzentration- und Merkfähigkeit, Einkaufen gehen, Freude auf das Lernen wecken, Mut und Neugierig machen.

 

 

2.1. Übergang gestalten

Der Übergang von der Kindertageseinrichtung in die Grundschule ist ein entscheidender Schritt im Leben jedes Kindes. Um diesen bestmöglich vorzubereiten Arbeiten wir mit unserer Kooperationsgrundschule eng zusammen. Unsere Kooperationsgrundschule ist die „Grundschule unter den Buchen“ und die Zusammenarbeit ist in einem Kooperationsvertrag festgehalten.

  • Es finden regelmäßige Treffen zwischen den Pädagogen/innen aus KiTa und Grundschule statt.  - Treffen zum „runden Tisch“-
  • Die Kinder können durch gegenseitige Besuche einen Einblick in das „Schulleben“ erhalten.

Beispiele:

  • Besuch einiger Kinder der zweiten Klasse zum Vorlesen in der KiTa  - die Schulkinder zeigen stolz ihr Können - die Kitakinder können Fragen stellen
  • Hospitation einer Unterrichtsstunde  - die Kinder erhalten einen Einblick vom Unterricht
  • Führung durch die Grundschule - die Schüler können ihre Schule zeigen – die Kitakinder lernen eine Schule besser kennen
  • Teilnahme an einer Sportstunde - die Schulkinder helfen den Kitakindern
  • Einladungen zu Elternabenden in die Grundschule – organisiert von Pädagogen/innen der Grundschule  - Thema: was sollte mein Kind zum Schulstart alles können -
  • Einladungen und Besuche zu Festen und Veranstaltungen

Das letzte KiTajahr ist für die Kinder eine aufregende Zeit. Sie freuen sich auf die Schule, sind aber vielleicht auch verunsichert. Es ist also wichtig die Kinder in ihrem Können und ihren Fähigkeiten zu bestärken. Sie bekommen mehr Verantwortung, helfen den jüngeren und sind Vorbild. Es finden gezielte Angebote und Aktivitäten für die Kinder im letzten vorschulischen Jahr statt. Die Kinder können so zum Beispiel ihr Bild von der Schule der Realität angleichen und den Schulalltag kennen lernen.  Sie lernen sich Sicher im Straßenverkehr zu verhalten, Orientierungspunkte zu finden und Verkehrszeichen und Piktogramme zu erkennen. Sie werden sensibilisiert nicht mit Fremden mitzugehen und wie sie sich in einer „Gefahensituation“ verhalten können.

Für uns ist es wichtig die Gefühle der Kinder zu erkunden, welche sie bei dem bevorstehenden Übergang in  die Grundschule haben, um sie so bestmöglich zu unterstützen. Auch sollen die Kinder lernen ihre Wünsche der Gruppe mitzuteilen, ihre Meinung zu vertreten, Kritik zu äußern und anzunehmen, Fragen zu stellen und anderen zu zuhören.

Für die Eltern haben wir immer ein „offenes Ohr“, wir besprechen mit den Eltern Fragen des Übergangs, nehmen ihre Erwartungen und Befürchtungen ernst. Im jährlichen stattfindenden Entwicklungsgespräch informieren wir die Eltern welche Kompetenzen die Kinder bereits erworben haben, was ihre Stärken sind, wo es noch Schwierigkeiten gibt und legen gemeinsam Ziele fest. Wir besprechen mit den Eltern den Sprachstanderhebungstest und die Entwicklungsdokomentation des Sprachlerntagesbuches.

 

 

2.2. Was sollte ein Kind können wenn es in die Schule kommt (Beispiele)

Selbstständigkeit

Alleine an- und ausziehen

Nase putzen

Toilette benutzen

Ordnen

Dinge nach Oberbegriffen sortieren

Dinge nach Größe sortieren

Dinge dorthin bringen, wo sie vor ihrer Benutzung waren

Grobmotorik, Bewegung

Treppe im Wechselschritt gehen

Balancieren

Hüpfen (auf einem Bein, vorwärts, auf der Stelle)

Feinmotorik

Mit Bunt- und Wachsstiften malen und ausmalen

Ausschneiden und aufkleben

Namen schreiben oder abmalen

Sprache

Ereignisse verständlich erzählen

Zu Bildern erzählen

Regeln von Spielen erklären

Verantwortung

Festgelegte Aufgaben selbständig und ordentlich erledigen

 

3. Angebotssammlung für Kinder im letzten vorschulischen Jahr

3.1. Spiele

 

               
   

Max im Hof

Bewegungs- und Merkspiel

(ähnlich wie Kofferpacken, nur komisch bewegt)

Die Gruppe steht im Kreis. Der erste eröffnet den Dialog:

„Weißt du was?“

„Nein“

„Der Max steht im Hof!“

„Ja, was macht er denn da?!“

„Na, der macht so!“ (macht eine Geste)

Die zweite Person wendet sich zur dritten:

„Weißt du was?“ ect.

„Na, der macht so!“ macht eine Geste dazu usw.

 

 
 

Schreibmaschine

 Schreib- und Massagespiel

Die Gruppe setzt sich in eine Schlange, relativ eng hintereinander auf den Boden. Der Hinterste malt eine einfache Figur auf ein Blatt (keiner sieht es, außer vielleicht der Spielleiter) und malt dieselbe Figur anschließend mit dem Finger auf den Rücken seines Vordermann oder seiner Vorderfrau. Dies fühlt die Figur und gibt sie besten Wissens an denjenigen weiter, der vor ihr sitzt. Die vorderste Person muss das, was als Figur bei ihr ankommen ist, bestenfalls auf ein Blatt malen. Wie ähnlich sind sich Blatt 1 und Blatt 2?

 

 
 
 
    Textfeld: Falscher Affe	 Bewegungs- und Nachahmungsspiel
Der Affendirektor steht vor der Reihe von Affenkindern und macht markante Gesten (und gerne auch Laute) vor, die diese umgehend gleichzeitig nachmachen. Wenn der Affendirektor mit beiden Händen den Boden berührt, ist das sein Zeichen: er wird wild und will die Horde fangen! Wen er vor dem Freischlag erwischt, der ist als nächstes Affendirektor.
 
    Textfeld: Zig Zag Boing 		Kooperations- und Konzentrationsspiel
Alle sitzen im Kreis. einer beginnt eines der drei verabredeten Zeichen zu geben:
1.	dreht er den Kopf zackig nach rechts und sagt Zig, muss der rechte Spielnachbar annehmen und eines der drei Zeichen geben.
2.	dreht er den Kopf zackig nach links und sagt Zag, muss der rechte Spielnachbar annehmen und eines der drei Zeichen geben
3.	nickt er mit dem Kopf in Richtung eines gegenüber Sitzenden, sieht diesen an und sagt Boing, so muss dieser über nehmen und eines der drei Zeichen weitergeben
Die Spielrichtung kann sich also ständig ändern. Nach einer Proberunde könnte vereinbart werden, dass derjenige der falsch oder gar nicht oder zu spät reagiert ausscheiden muss. Wer bleibt am Ende übrig?

 

           
   

Forschen mit Fred

 

Forschen mit Fred macht Kinder zu begeisterten Forschern, die auf Entdeckungsreisen gehen. Unterschiedliche Experimente sind in Geschichten eingebunden, die von den Abenteuern der Ameise Fred berichten.

Fred ist eine wissbegierige Waldameise. Von Zeit zu Zeit macht er sich auf den Weg, die Umgebung kennen zu lernen. Dabei hat er viele Ideen und es fallen ihm zahlreiche Fragen ein: Lösen sich Eierschalen auf? Warum wird ein Apfel braun? Macht Regenwasser dick?

 
      Textfeld: Vulkanausbruch

Aus der Knete formt man einen kleinen Vulkan und stellt ihn auf die wasserfeste Unterlage. In den Krater des Vulkans wird eine Mischung aus je einem Teil Backpulver und Zitronensäure gefüllt. Auf diese Pulvermischung im Krater gibt man nun zwei bis drei Tropfen Spülmittel und etwas rote Lebensmittelfarbe. Nach und nach spritzt man etwas Wasser mit der Pipette hinzu und beobachtet, was passiert.

Beobachtung
Der Inhalt des Vulkans beginnt stark zu schäumen. Der rot gefärbte Schaum nimmt schnell zu und quillt aus der Öffnung heraus. Das ganze ähnelt einem ausbrechenden Vulkan, dessen Lava sich den Berg hinabwälzt.
 
  Textfeld: Heißes oder kaltes Wasser?

Drei Schüsseln mit Leitungswasser (etwa Raumtemperatur) füllen. In eine Schüssel kommen Eiswürfel. Die zweite Schüssel wird mit etwas heißem Wasser aufgefüllt, aber nur so viel, dass man die Hand noch hineinhalten kann.
Ein Kind hält die Hände nun in diese beiden Schüsseln, also eine Hand in heißes und die andere in kaltes Wasser. Es wartet etwa eine Minute ab, bis es sich daran gewöhnt hat und die Hände das Wasser nicht mehr als besonders heiß oder kalt empfinden. Dann nimmt das Kind beide Hände heraus und taucht sie gemeinsam in die dritte Schüssel mit dem lauwarmen Wasser.

Obwohl beide Hände in derselben Schüssel sind, fühlen sie die Temperatur dort völlig unterschiedlich. Für die Hand, die vorher im kalten Wasser war, fühlt es sich warm an. Für die andere Hand, die aus dem heißen Wasser kommt, ist es kalt.
 
   

3.3. Mundmotorik

 

Einfache Zungenbrecher, Zungenbrecher mit Anlauten, spielerische Übungen und Geschichten der Mundmotorik sind ein wichtiger Beitrag zur Sprachförderung. Sie führen zu einer Verbesserung der Beweglichkeit und Koordinationsfähigkeit von Lippen und Zunge. Durch übertriebene Betonungen von bestimmten Lauten können Kinder besser erkennen welcher Laut gemeint ist und ihre Klangvorstellung wird geschult. Um Laute richtig bilden zu können, ist eine gewisse Geschicklichkeit im Gebrauch der Sprachwerkzeuge notwendig.

 

 


 

 

3.4.Mini-Lük-Kasten

 

Mini-LÜK unterstützt Kinder in der Vorschulzeit in verschiedenen Wissensbereichen zu lernen. Die Spiel- und Übungsfolgen sind ganz schön anspruchsvoll, damit keine Langeweile aufkommt.

 

So wird's gemacht:

Das Mini-LÜK-Kontrollgerät wird geGanzheitliche Schulvorbereitung

 

  1. Schulvorbereitendes Lernen

1.1.Ganzheitliches Lernen

1.1.1.      Sozial- Emotionaler Bereich

1.1.2.      Umwelt- und Sacherfahrungen

1.1.3.      Sprachlicher Bereich

1.1.4.      Mathematischer Bereich

1.1.5.      Bildnerisches Gestalten

1.1.6.      Spiel und Bewegung

1.1.7.      Selbständigkeit

 

 

  1. Pädagogische Zielsetzung im letzten Jahr vor Schuleintritt

2.1.Übergang gestalten

2.2.Was sollte ein Kind können wenn es in die Schule kommt (Beispiele)

 

 

  1. Angebotssammlung für Kinder im letzten Vorschulischen Jahr

3.1.Spiele

3.2.Experimente

3.3.Mundmotorik

3.4.Mini Lük-Kasten

 

 

                                                                  Stand Januar 2018

 1. Schulvorbereitendes Lernen

Vorbereitung von Anfang an!

Die Vorbereitung auf die Schule beginnt mit der Aufnahme des Kindes in den Kindergarten und endet mit dem Eintritt in die Grundschule.

Schon ab dem ersten Tag wirken auf das Kind Lernprozesse ein, die es in seiner Entwicklung beeinflussen. Wir holen Ihr Kind da ab, wo es steht. Die Vorschularbeit bietet den Kindern einen geschützten und fördernden Lebensbereich, in dem sie ihre individuellen, sozialen, emotionalen, sprachlichen, kognitiven und motorischen Grundfähigkeiten  können.

Die Grundlage unsere Arbeit beruht auf dem Berliner Bildungsprogramm. Bildung ist ein aktiver, sinnlicher, sozialer und lustvoller Prozess. Eine gute Erzieher-Kind-Beziehung ist Voraussetzung für eine gelungene Arbeit, denn nur wenn die Kinder sich sicher, geborgen, verstanden, ernstgenommen, wertgeschätzt und wohl fühlen können sie aktiv am Tagesablauf teilnehmen. Sie lernen mit allen Sinnen und finden Dinge selbst heraus. Durch positive Erfahrungen im Zusammensein mit Gleichaltrigen und Bezugspersonen gewinnen die Kinder an emotionaler Sicherheit.

"Vorschule bedeutet nicht eine halbe Stunde Spezialkurs in der Woche  z.B. mit Schwungübungen, Vorschule beginnt schon bei den Kleinen und ganz nebenbei."

 

1.1.Ganzheitliches Lernen

Beim Morgenkreis zählen sich die Kinder und ermitteln, wie viele von ihnen fehlen. In der Mittagssituation decken sie den Tisch und stellen dabei fest wie viel Geschirr und Besteck benötigt wird. Bei Ausflügen werden die Straßenschilder, Häuser, Fenster usw. genau angeschaut. Wie viele sind eckig und wie viele rund? Ganz von selbst bekommen die Kinder ­so einen Begriff von Mengen und Zahlen. Die gesamte Kindergartenzeit ist Vorschule. Dazu gehört alles, was Kinder auf den nächsten Lebensabschnitt vorbereitet. Also Grundlegendes wie singen, frei sprechen, springen, laufen, klettern, malen, bauen und konstruieren. Aber auch zuhören, Regeln einhalten, anderen helfen, abwarten können, Streit aushalten und mit Rückschlägen umzugehen gehört dazu.

Die Vorschüler sollen neugierig und mutig werden!

 

1.1.1.Sozial-emotionaler Bereich

Die Kinder entwickeln die Fähigkeit, in und mit einer Gruppe gemeinsam zu handeln. Hierzu gehört Durchsetzungsvermögen, ebenso wie Anpassung in die Gruppe. Sie entwickeln Kritik- und Konfliktfähigkeit. Die Kinder lernen ihre eigene Person mit ihren Stärken und Schwächen kennen. Neue Freundschaften werden geknüpft, eigene Gefühle wahrgenommen und bei anderen erkannt. Sie lernen Einfühlsamkeit, Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme. Die Entwicklung von Selbstvertrauen und Selbständigkeit ist uns in der Kita besonders wichtig. Die Kinder lernen Regeln einzuhalten, Konflikte wahrzunehmen und Kompromisse einzugehen. Sie erfahren im Kindergartenalltag Grenzen und Konsequenzen und lernen diese auszuhalten.

1.1.2.Umwelt und Sacherfahrung

Durch das Schaffen einer anregenden Umwelt, fördern die Erzieherinnen vielfältige Sinneserfahrungen; gezielte Außenaktivitäten sowie Natur- und Umwelterfahrungen im Brosepark, im Wald und auf den umliegenden Spielplätzen finden täglich statt. Die Kinder lernen den Kiez besser kennen, finden Orientierungspunkte und ihr Umgebungsbewusstsein wird so geschult.

Monatliche Ausflüge z.B. in die Bibliothek, Verkehrsschule, Kindermuseum, Kindertheater, Einkaufen gehen, verbunden mit Verkehrserziehung und Wetterbeobachtungen gehören ebenso dazu wie das thematisieren und bearbeiten von Themen die den Alltag der Kinder betreffen z.B. Wut in meinem Bauch, Märchen und „Helden“.

Die Kinder haben grundlegende Kenntnisse über den Umgang mit Lebensmittel  und kennen sich mit gesunder Ernährung aus z.B. Kneipp und Lebensmittelpyramide.

1.1.3.Sprachlicher Bereich

Die Sprachförderung erfolgt durch vielseitige Gespräche mit den Kindern z.B. im Morgenkreis, in Gesprächen untereinander oder mit den Bezugspersonen, durch Versprachlichung von Handlungen und Konflikten sowie durch sprachliche Anregungen im Zusammenhang mit sozialen Erfahrungen. Das Sprechen über die eigene Person, über Gefühle und Wünsche, Spiele zum erkennen von Reimen und Anlauten, Silben segmentieren, Sprachgeschichten für die Mundmotorik, Klanggeschichten und Zungenbrecher usw. gehören täglich dazu. Dies fördert unter anderem die Kommunikation und die deutliche Aussprache. Durch verschiedene Angebote machen die Kinder Erfahrungen rund um die Erzähl-, Buch-, Bild-, und Schriftkultur. Diese wichtigen Litracy Erfahrung die sie sammeln sind für den Start in der Schule von großer Bedeutung.

1.1.4.Mathematisches Bereich

Die Kinder entwickeln die Fähigkeit Mengen zu erkennen, sie zuzuordnen und zu vergleichen. Längen, Breiten, Höhen und Tiefen prüfen und erfassen sie. Beim Experimentieren werden unterschiedliche Materialien nach ihren Eigenschaften geprüft, diese können dann von den Kindern zugeordnet und sortiert werden. Sie lernen Reihenfolgen zu erkennen und alltägliche Symbole zu verstehen. Geometrische Formen werden erkannt und im Alltag wieder gefunden. Durch gezielte Angebote fördern die Erzieherinnen die Neugier, das Interesse, die Begeisterungsfähigkeit und die Experimentierfreude der Kinder.

1.1.5.Bildnerisches Gestalten

Die Kindergartenkinder machen vielfältige Erfahrungen beim Malen, Schneiden, Kleben, Falten, Fädeln, Kneten und Experimentieren mit den verschiedenen Materialien. Sie probieren und lernen verschiedener Verfahren beim Malen, Zeichnen, Drucken und Bauen kennen (vielfältige Ausdrucksformen der kindlichen Phantasie). Ideenreichtum, Kreativität und die Feinmotorik werden gefördert. Die Erzieherinnen sensibilisieren die kindliche Wahrnehmung, das genaue Beobachten von Menschen, Tieren und der Natur und das Betrachten von Bildern werden angeregt.

1.1.6.Spiel und Bewegung

Die Erzieherinnen fördern und erhalten die Bewegungsfreude der Kinder. Dazu finden gezielte Bewegungsangebot z.B. Fang- und Laufspiele, einmal in der Woche drinnen wie auch draußen statt.  Körpererfahrungen werden durch Entspannungsübungen oder Bewegungsgeschichten gezielt angeregt. Besonders viel Wert legen wir auf die Freispielzeit der Kinder. Sie können sich über eine gewisse Zeit selber beschäftigen, sind kreativ, ideenreich und nutzen ihre Phantasie. In intensiven Rollenspielen, beim Verkleiden, Verwandlung in Tiere und „Helden“ ahmen sie Beobachtungen, Erfahrungen und Alltagssituationen nach.

 

1.1.7.Selbstständigkeit

Die Kinder verstehen kleine Aufträge und setzen diese um z.B. Tischdienst, jüngeren Kindern helfen. Sie übernehmen für  ihre Materialien Verantwortung und achten auf ihre Sachen (sortieren, aufräumen, zusammen halten, ordentlicher Umgang mit Materialien). Die Vorschüler sind Vorbild für die Jüngeren und unterstützen sie bei kleinen Aufgaben z.B. Betten legen, beim Spazieren gehen an die Hand nehmen und achtsam im Straßenverkehr sein. Dies stärkt sie in ihrem Selbstvertrauen  und ihre zukünftige Eigenverantwortlichkeit wird gefördert. Die Kinder lernen einen Knoten.

 

2.Pädagogische Zielsetzung im letzten Jahr vor Schuleintritt

  1. Den Kindern wird die Möglichkeit gegeben, sich mit unserer Kooperationsschule bekannt zu machen und somit die Voraussetzung für einen unbelasteten Schuleintritt zu schaffen.
  2. Bei den Kindern soll die Neugier und Freude für die Schulzeit geweckt beziehungsweise verstärkt werden.
  3. Die Kinder sollen bestmöglich auf den neuen Lebensabschnitt „Schule“ vorbereitet werden.

Einmal in der Woche findet ein gezieltes Angebot ca. 20-30 Minuten für die Vorschüler statt. Hier geht es um Experimentieren, Zahlen und Mengen, Ausdauer, Konzentration- und Merkfähigkeit, Einkaufen gehen, Freude auf das Lernen wecken, Mut und Neugierig machen.

2.1. Übergang gestalten

Der Übergang von der Kindertageseinrichtung in die Grundschule ist ein entscheidender Schritt im Leben jedes Kindes. Um diesen bestmöglich vorzubereiten Arbeiten wir mit unserer Kooperationsgrundschule eng zusammen. Unsere Kooperationsgrundschule ist die „Grundschule unter den Buchen“ und die Zusammenarbeit ist in einem Kooperationsvertrag festgehalten.

  • Es finden regelmäßige Treffen zwischen den Pädagogen/innen aus KiTa und Grundschule statt.  - Treffen zum „runden Tisch“-
  • Die Kinder können durch gegenseitige Besuche einen Einblick in das „Schulleben“ erhalten.

Beispiele:

  • Besuch einiger Kinder der zweiten Klasse zum Vorlesen in der KiTa  - die Schulkinder zeigen stolz ihr Können - die Kitakinder können Fragen stellen
  • Hospitation einer Unterrichtsstunde  - die Kinder erhalten einen Einblick vom Unterricht
  • Führung durch die Grundschule - die Schüler können ihre Schule zeigen – die Kitakinder lernen eine Schule besser kennen
  • Teilnahme an einer Sportstunde - die Schulkinder helfen den Kitakindern
  • Einladungen zu Elternabenden in die Grundschule – organisiert von Pädagogen/innen der Grundschule  - Thema: was sollte mein Kind zum Schulstart alles können -
  • Einladungen und Besuche zu Festen und Veranstaltungen

Das letzte KiTajahr ist für die Kinder eine aufregende Zeit. Sie freuen sich auf die Schule, sind aber vielleicht auch verunsichert. Es ist also wichtig die Kinder in ihrem Können und ihren Fähigkeiten zu bestärken. Sie bekommen mehr Verantwortung, helfen den jüngeren und sind Vorbild. Es finden gezielte Angebote und Aktivitäten für die Kinder im letzten vorschulischen Jahr statt. Die Kinder können so zum Beispiel ihr Bild von der Schule der Realität angleichen und den Schulalltag kennen lernen.  Sie lernen sich Sicher im Straßenverkehr zu verhalten, Orientierungspunkte zu finden und Verkehrszeichen und Piktogramme zu erkennen. Sie werden sensibilisiert nicht mit Fremden mitzugehen und wie sie sich in einer „Gefahensituation“ verhalten können.

Für uns ist es wichtig die Gefühle der Kinder zu erkunden, welche sie bei dem bevorstehenden Übergang in  die Grundschule haben, um sie so bestmöglich zu unterstützen. Auch sollen die Kinder lernen ihre Wünsche der Gruppe mitzuteilen, ihre Meinung zu vertreten, Kritik zu äußern und anzunehmen, Fragen zu stellen und anderen zu zuhören.

Für die Eltern haben wir immer ein „offenes Ohr“, wir besprechen mit den Eltern Fragen des Übergangs, nehmen ihre Erwartungen und Befürchtungen ernst. Im jährlichen stattfindenden Entwicklungsgespräch informieren wir die Eltern welche Kompetenzen die Kinder bereits erworben haben, was ihre Stärken sind, wo es noch Schwierigkeiten gibt und legen gemeinsam Ziele fest. Wir besprechen mit den Eltern den Sprachstanderhebungstest und die Entwicklungsdokomentation des Sprachlerntagesbuches.

 

 

2.2. Was sollte ein Kind können wenn es in die Schule kommt (Beispiele)

Selbstständigkeit

Alleine an- und ausziehen

Nase putzen

Toilette benutzen

Ordnen

Dinge nach Oberbegriffen sortieren

Dinge nach Größe sortieren

Dinge dorthin bringen, wo sie vor ihrer Benutzung waren

Grobmotorik, Bewegung

Treppe im Wechselschritt gehen

Balancieren

Hüpfen (auf einem Bein, vorwärts, auf der Stelle)

Feinmotorik

Mit Bunt- und Wachsstiften malen und ausmalen

Ausschneiden und aufkleben

Namen schreiben oder abmalen

Sprache

Ereignisse verständlich erzählen

Zu Bildern erzählen

Regeln von Spielen erklären

Verantwortung

Festgelegte Aufgaben selbständig und ordentlich erledigen

 

3. Angebotssammlung für Kinder im letzten vorschulischen Jahr

3.1. Spiele

 

               
   

Max im Hof

Bewegungs- und Merkspiel

(ähnlich wie Kofferpacken, nur komisch bewegt)

Die Gruppe steht im Kreis. Der erste eröffnet den Dialog:

„Weißt du was?“

„Nein“

„Der Max steht im Hof!“

„Ja, was macht er denn da?!“

„Na, der macht so!“ (macht eine Geste)

Die zweite Person wendet sich zur dritten:

„Weißt du was?“ ect.

„Na, der macht so!“ macht eine Geste dazu usw.

 

 
 

Schreibmaschine

 Schreib- und Massagespiel

Die Gruppe setzt sich in eine Schlange, relativ eng hintereinander auf den Boden. Der Hinterste malt eine einfache Figur auf ein Blatt (keiner sieht es, außer vielleicht der Spielleiter) und malt dieselbe Figur anschließend mit dem Finger auf den Rücken seines Vordermann oder seiner Vorderfrau. Dies fühlt die Figur und gibt sie besten Wissens an denjenigen weiter, der vor ihr sitzt. Die vorderste Person muss das, was als Figur bei ihr ankommen ist, bestenfalls auf ein Blatt malen. Wie ähnlich sind sich Blatt 1 und Blatt 2?

 

 
 
 
    Textfeld: Falscher Affe	 Bewegungs- und Nachahmungsspiel
Der Affendirektor steht vor der Reihe von Affenkindern und macht markante Gesten (und gerne auch Laute) vor, die diese umgehend gleichzeitig nachmachen. Wenn der Affendirektor mit beiden Händen den Boden berührt, ist das sein Zeichen: er wird wild und will die Horde fangen! Wen er vor dem Freischlag erwischt, der ist als nächstes Affendirektor.
 
    Textfeld: Zig Zag Boing 		Kooperations- und Konzentrationsspiel
Alle sitzen im Kreis. einer beginnt eines der drei verabredeten Zeichen zu geben:
1.	dreht er den Kopf zackig nach rechts und sagt Zig, muss der rechte Spielnachbar annehmen und eines der drei Zeichen geben.
2.	dreht er den Kopf zackig nach links und sagt Zag, muss der rechte Spielnachbar annehmen und eines der drei Zeichen geben
3.	nickt er mit dem Kopf in Richtung eines gegenüber Sitzenden, sieht diesen an und sagt Boing, so muss dieser über nehmen und eines der drei Zeichen weitergeben
Die Spielrichtung kann sich also ständig ändern. Nach einer Proberunde könnte vereinbart werden, dass derjenige der falsch oder gar nicht oder zu spät reagiert ausscheiden muss. Wer bleibt am Ende übrig?

 

           
   

Forschen mit Fred

 

Forschen mit Fred macht Kinder zu begeisterten Forschern, die auf Entdeckungsreisen gehen. Unterschiedliche Experimente sind in Geschichten eingebunden, die von den Abenteuern der Ameise Fred berichten.

Fred ist eine wissbegierige Waldameise. Von Zeit zu Zeit macht er sich auf den Weg, die Umgebung kennen zu lernen. Dabei hat er viele Ideen und es fallen ihm zahlreiche Fragen ein: Lösen sich Eierschalen auf? Warum wird ein Apfel braun? Macht Regenwasser dick?

 
      Textfeld: Vulkanausbruch

Aus der Knete formt man einen kleinen Vulkan und stellt ihn auf die wasserfeste Unterlage. In den Krater des Vulkans wird eine Mischung aus je einem Teil Backpulver und Zitronensäure gefüllt. Auf diese Pulvermischung im Krater gibt man nun zwei bis drei Tropfen Spülmittel und etwas rote Lebensmittelfarbe. Nach und nach spritzt man etwas Wasser mit der Pipette hinzu und beobachtet, was passiert.

Beobachtung
Der Inhalt des Vulkans beginnt stark zu schäumen. Der rot gefärbte Schaum nimmt schnell zu und quillt aus der Öffnung heraus. Das ganze ähnelt einem ausbrechenden Vulkan, dessen Lava sich den Berg hinabwälzt.
 
  Textfeld: Heißes oder kaltes Wasser?

Drei Schüsseln mit Leitungswasser (etwa Raumtemperatur) füllen. In eine Schüssel kommen Eiswürfel. Die zweite Schüssel wird mit etwas heißem Wasser aufgefüllt, aber nur so viel, dass man die Hand noch hineinhalten kann.
Ein Kind hält die Hände nun in diese beiden Schüsseln, also eine Hand in heißes und die andere in kaltes Wasser. Es wartet etwa eine Minute ab, bis es sich daran gewöhnt hat und die Hände das Wasser nicht mehr als besonders heiß oder kalt empfinden. Dann nimmt das Kind beide Hände heraus und taucht sie gemeinsam in die dritte Schüssel mit dem lauwarmen Wasser.

Obwohl beide Hände in derselben Schüssel sind, fühlen sie die Temperatur dort völlig unterschiedlich. Für die Hand, die vorher im kalten Wasser war, fühlt es sich warm an. Für die andere Hand, die aus dem heißen Wasser kommt, ist es kalt.
 


3.3. Mundmotorik

 

Einfache Zungenbrecher, Zungenbrecher mit Anlauten, spielerische Übungen und Geschichten der Mundmotorik sind ein wichtiger Beitrag zur Sprachförderung. Sie führen zu einer Verbesserung der Beweglichkeit und Koordinationsfähigkeit von Lippen und Zunge. Durch übertriebene Betonungen von bestimmten Lauten können Kinder besser erkennen welcher Laut gemeint ist und ihre Klangvorstellung wird geschult. Um Laute richtig bilden zu können, ist eine gewisse Geschicklichkeit im Gebrauch der Sprachwerkzeuge notwendig.

 

 

       
  Textfeld: Frau Zunge wohnt in einem Haus

Frau Zunge wohnt in einem Haus
(mit der Zunge über die Lippen fahren)
und schaut auch mal zum Fenster raus.
(Zunge herausstrecken).
Sie schaut nach oben ...
(Zunge nach oben zur Lippe bewegen)
... und auch runter
(Zunge zur unteren Lippe bewegen)
und winkt der Nachbarin ganz munter.
(ausgestreckte Zunge schnell nach rechts und links zu den Mundwinkeln führen)
Sie putzt die Zähne außen ...
(mit der Zunge über die äußere Zahnreihe streichen)
... und innen
(mit der Zunge über die innere Zahnreihe streichen)
und fegt die Backen auch noch drinnen.
(mit der Zunge die rechte und linke Backenwand rausdrücken)
Sie lacht/pfeift dabei und ist ganz froh
(Mund zum Lachen bewegen/pfeifen)
und macht auch zwischendurch mal so.
(Wangen aufblasen und Luft auspusten/ Backen platzen lassen)
Den Staubsauger nimmt sie sodann.
(Zunge rollen, leicht an die Mundöffnung bringen und summen)
Ihr Haus, das wackelt ab und an.
(Kiefer nach rechts und links bewegen)
Am Abend legt sie sich zur Ruh
(gähnen, dann, offene Mundstellung, Zunge liegt ruhig auf der Lippe)
und schließt ganz schnell ihr ...
(Zunge zurück in den Mund nehmen)
... Häuschen zu.
(Mund schließen)
   

- mit einem Strohhalm einen Farbklecks über ein Blatt Papier pusten

- Mit einem Strohhalm Luft in ein mit Wasser gefülltes Glas pusten

- Seifenblasen pusten

- eine Wattekugel über den Tisch pusten

- Schmatzen

- Lippen anmalen und auf einem Blatt Papier Abdrücke machen

- Gummibärchen oder Bonbons mit den Lippen aufnehmen

 

 
 
   

 

       
    Textfeld: Einfache Zungenbrecher

-Auf der Pappel plappern Klapperstörche klapperdiklapp.
-Der Spatz spaziert früh und spät im Spinat.
-Esel essen Nesseln nicht. Nesseln essen Esel nicht.
-Hinter Hermanns Haus hängen hundert Hemden raus.
-Frische Früchte erfrischen.
-Schwarze Katzen kratzen mit schwarzen Tatzen.
-Wenn kleine kräftige Krabbelkäfer heftig hinter Krabbelkäfern krabbeln, krabbeln kleine kräftige Krabbelkäfer heftig kleinen kräftigen Krabbelkäfern nach.
 
 

Zungenbrecher mit Anlauten

 

-Bäcker Braun backt braune Bretzeln, braune Bretzeln bäckt Bäcker braun.

-Fünf Ferkel fangen fette Fliegen.

-Häschen Hoppel hoppelt hinter Hähnchen her.

-Neun nette Nagemäuschen nagten neulich neues Nußgebäck.

-Sieben Schneeschaufler schaufeln sieben Schaufeln Schnee.

 

 

3.4.Mini-Lük-Kasten

 

Mini-LÜK unterstützt Kinder in der Vorschulzeit in verschiedenen Wissensbereichen zu lernen. Die Spiel- und Übungsfolgen sind ganz schön anspruchsvoll, damit keine Langeweile aufkommt.

 

So wird's gemacht:

Das Mini-LÜK-Kontrollgerät wird geöffnet und der durchsichtige Boden auf die untere Lösungsseite des Mini-LÜK-Heftes gelegt.

Das Aufgabenplättchen mit der Nummer 1 wird aufgenommen und an der Stelle des durchsichtigen Bodens abgelegt, an der sich das entsprechende Lösungsbild zur Aufgabe 1 befindet.

So wird weiter gespielt, bis alle 12 Plättchen verteilt sind. Nun wird das Kontrollgerät geschlossen, umgedreht und das entstandene Lösungsmuster mit dem Kontrollmuster verglichen.

Passen Plättchen nicht in das vorgegebene Muster, stimmen diese Lösungen nicht. Die entsprechenden Plättchen werden nun da, wo sie liegen, gewendet, das Gerät geschlossen, umgedreht und wieder geöffnet. Jetzt kann man sehen, welche Aufgaben nicht richtig gelöst wurden.

Nach dem Herausnehmen der Plättchen wird nun solange die richtige Lösung gesucht bis das Lösungsmuster stimmt.

 öffnet und der durchsichtige Boden auf die untere Lösungsseite des Mini-LÜK-Heftes gelegt.

Das Aufgabenplättchen mit der Nummer 1 wird aufgenommen und an der Stelle des durchsichtigen Bodens abgelegt, an der sich das entsprechende Lösungsbild zur Aufgabe 1 befindet.

So wird weiter gespielt, bis alle 12 Plättchen verteilt sind. Nun wird das Kontrollgerät geschlossen, umgedreht und das entstandene Lösungsmuster mit dem Kontrollmuster verglichen.

Passen Plättchen nicht in das vorgegebene Muster, stimmen diese Lösungen nicht. Die entsprechenden Plättchen werden nun da, wo sie liegen, gewendet, das Gerät geschlossen, umgedreht und wieder geöffnet. Jetzt kann man sehen, welche Aufgaben nicht richtig gelöst wurden.

Nach dem Herausnehmen der Plättchen wird nun solange die richtige Lösung gesucht bis das Lösungsmuster stimmt.

 

 

  

 

 

Kita kleine Mimmi  |  mail@kita-kleine-mimmi.de